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Weberkarde, Wilde Karde (Dipsacus sativus, D. fullonum)

Weberkarde (Dipsacus sativus) bzw. Wilde Karde (Dipsacus fullonum) auch Woll- oder Tuchkarde nach dem Handwerk der Weber benannt. Denn früher benutzten diese die stacheligen Blütenköpfe zum Aufrauen von Wollstoffen.

Der lateinische Name kommt von griechisch Dipsa, d.h. Durst, denn in den Trichtern der Stängelblätter sammelt sich nach dem Regen das Wasser, für durstige Vögel oder auch Wandervögel.
Gefunden und gezeichnet im Alentejo, Portugal.

 

 

Eberesche (Sorbus aucuparia)

‚Vuglbärbaam‘, die Früchte der Eberesche (Sorbus aucuparia) sind mitnichten giftig, eher heimische Superfruits, denn sie enthalten mehr Vitamin C als Orangen und Zitronen, nur gekocht müssen sie werden.

Für die Germanen und Kelten war die Eberesche ein Heiliger Baum, die Vogelbeeren waren Speisen der Götter, Blüten und Blätter waren ein besonderes Heilmittel und Ebereschenholz wurde überirdische Kräfte zugesprochen. Unter den Christen wurde der Kultbaum der Heiden verflucht, als Hexenbaum deklariert und diese Mär hält sich leider bis heute, vergebens.

 

Wilde Malve (Malva sylvestris)

Wilde Malve (Malva sylvestris), eine der ältesten bekannten Nutzpflanzen, bereits in der Antike als Gemüse- und Heilpflanze angebaut. Sie ist auch eine Färberpflanze. Die Blätter sind vor allem bei unseren türkischen Gärtnerinnen als Spinatersatz im Börek beliebt.

 

Meer-Mannstreu (Eryngium maritimum)

Meer-Mannstreu heisst diese stachelige, harte Stranddistel (Eryngium maritimum) so vielsagend, die in Deutschland bereits auf der Roten Liste steht. Gefunden und gezeichnet am Strand von Amado, Portugal.

 

Mariendistel (Silybum marianum)

Die schönste und größte Distel ist die Mariendistel (Silybum marianum), benannt nach den weißen Flecken auf den Blättern der Pflanze, die von der Milch der heiligen Maria stammen sollen. Fast ein Allheilmittel hilft sie gegen „Stechen im Herzen und anderen Organen des Körpers“ laut Hildegard von Bingen, vor allem aber bei Lebererkrankungen.
Gefunden und gezeichnet an der Algarve, Portugal.

 

Jelängerjelieber, Wald-Geißblatt (Lonicera periclymenum)

Jelängerjelieber, was für ein schöner Name für das Wald-Geißblatt (Lonicera periclymenum), das sehr lange seinen Duft entfaltet und sich um alles windet und schlingt und so sogar junge Bäume abschnüren kann. Gefunden und gezeichnet in der Uckermark.

 

Beifuss (Artemisia Vulgaris)

Das kalte, graue Wetter im Übergang von Hell zu Dunkel im Oktober hat auch etwas mystisches wie der Beifuss (Artemisia Vulgaris), älteste Sakralpflanze. Schon die Neandertaler nutzten vor 70.000 Jahren diese Schamanenpflanze bei der Totenbestattung. Aufgrund von ätherischen Ölen öffnet Beifussrauch das „dritte Auge“ und stimmt auf die geistige Welt ein, laut Wolf-Dieter Storl, bezaubernd.

 

Stiefmütterchen (Viola)


Botanical Drawing im mütterlichen Garten!
Stiefmütterchen (Viola), Veilchengewächs und umstrittene Zierpflanze, auch als Pensee – Pflanze des Gedenkens (herbe de la pensée) bezeichnet, gilt es als Symbol des Andenkens und der Erinnerung. Das breite unterste Kronblatt heißt Stiefmutter, die seitlichen Blätter sind die Töchter und die obersten die Stieftöchter.

 

Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica)

Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica) benannt nach der griechischen Göttin des Regenbogens Iris. Gezeichnet beim Botanical Watercolour Drawing Workshop im Prinzessinnengarten Berlin Kreuzberg veranstaltet vom Berlin Drawing Room.

 

Leuchtender Sonnenhut (Rudbeckia fulgida)

Ein bisschen Sonne zur trüben Regenstimmung, Rudbeckia oder leuchtender Sonnenhut, ursprünglich aus Nordamerika, macht seinem Namen alle Ehre. Mit dem Pflanzensaft färbten traditionell schon die Indianer Nordamerikas.

 

Wilde Möhre (Daucus carota subsp. carota)